Archiv für die Kategorie ‘Gedanken’

Unverhofft kommt oft

Veröffentlicht: Februar 4, 2010 in Gedanken, Leben, Liebe
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Ein Leben lang versucht man sich Dinge auszumalen, wie etwas sein wird, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten wird, was man tun wird, wie man leben möchte und ehe man sich umsieht sind diese Situationen, die man so gerne geplant entgegentreten wollte, Realität.

Plötzlich ist alles anders. Der Masterplan längst nicht mehr up to date. Jetzt heißt es Umdenken. Neu denken. Kreativ sein. Spontan sein. All das sein was man nicht erlernen kann. worauf man nur bedingt vorbereitet sein kann.

Plötzlich bekomme ich die Nachricht das ich Papa werde.

Innere Freude. Angst. Kann ich das? Bin ich bereit dafür? Wie word sich mein Leben dadurch ändern? Solche und noch viele viele weitere Fragen geistern seid dem durch meinen Kopf. Und irgendwie freut es mich. Eine neue Herausvorderung, neue Dinge, ein neuer Tagesablauf, ein neues Leben!

Und wir beide haben es durch Liebe geschaffen. Leben ist durch Liebe entstanden. Und ich habe es bewusst gelebt. Ich bin stolz. Trotz Angst. Trotz Zweifel. Trotz all dem drum herum.

Ich darf dabei sein wie Leben entsteht. Und das Gefühl lässt sich nicht on Worte fassen!

Es ist schön, davon wenig zu haben

Veröffentlicht: März 28, 2009 in Gedanken, Kopfmüll
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Letztens sah ich im Fernsehen eine Reportage über einen Mann, dessen Vermögen weit über 900 Millionen Euro betrug. Seine Lieblingsbeschäftigungen sind das Häuserkaufen, Promipartys geben, mit der Jacht am Strand entlangfahren oder sich alles kaufen was einem gerade so einfällt, in doppelter Ausführung. Das Lebensmotto könnte heißen: „Viel“ oder „Alles“

Ich beneide diese Menschen nicht. Sie tun mir zwar auch nicht leid aber ich beneide sie nicht. Wie muss sich das anfühlen sich alles leisten zu können? Ich meine, klar, jeder der auf einen Schlag einen riesen Haufen Geld geschenkt bekommen würde, der würde erst einmal seine größten Wünsche erfüllen. Oder eben Kleinigkeiten besorgen, die er schon immer haben wollte. Aber wie geht es dann weiter. die Ansprüche wachsen, man findet immer wieder noch etwas besseres. Unsere Konsumwelt, die Werbung, unsere Umwelt macht es uns ja leicht, immer wieder Wünsche zu bekommen. Das ganze ist ein ewiger Kreislauf. Ist es das Wohlfühl-Gefühl nach dem man etwas gekauft hat? Ist es der Jäger und Sammler in uns? Wollen wir uns immer wieder belohnen? Auf der Suche nach dem Kick. Geld spielt dann keine Rolle mehr. Ob es nun 20€ oder 2000€ kostet. einmal gekauft ist es schon wieder Wertloser als vor dem Kauf.

Ich stelle mir vor, meine bescheidene Plattensammlung vertausendfacht sich in einer Sekunde durch einen Wahnsinnskauf bei Ebay – denn Geld hätte ich genug. Keine einzige Platte hätte eine Geschichte wie ich sie bekommen habe. Ich könnte nicht mal jede hören, denn so viel auf einmal ist einfach zu viel…

Komisch. Mich macht wenig glücklich. Das Gefühl, wenig zu haben ist schon etwas sonderbares.  Es ist schön etwas Wertschätzen zu können.

Natürlich kauft man Dinge, aber es kommt eben darauf an, wie man es tut.

Tapetenwechsel

Veröffentlicht: Februar 22, 2009 in Film, Gedanken

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Ich konnte diesen dunklen Blog nicht mehr sehen. Und deshalb habe ich mir einen neuen ausgesucht der etwas heller ist als der alte. Ich hoffe er gefällt!

So ich muss heute noch einen Film vorbereiten. Das Ergebnis des neuen Projekts gibts dann natürlich hier. Das Thema wird sein: Ort und Unort. Was fällt euch zu dem Thema ein?  Was ist für euch ein Ort und was ist ein Unort?

Cashback ist ein Film den man unbedingt gesehen haben sollte. Es geht um die Schönheit des Augenblicks. Um das schöne zwischen den Momenten – man muss nur genau hinsehen.

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Sympathische, unverbrauchte Gesichter, ein SSoundtrack der so unglaublich gut zum Film passt, erstaunliche Bilder, die es teilweise in dieser Form noch nicht zu sehen gab, eine bittersüße Liebesgeschichte, britischer Humor und quasi nebenbei beeindruckende Betrachtungen über das Wesen der Zeit, über Trauer, Liebe und Schmerz – nahezu perfekte Kinounterhaltung der intelligenten und zugleich unterhaltsamen Art. Schade, dass es dieses Filmvergnügen nicht auf die Leinwand geschafft hat und umso schöner, dass es nun zumindest auf DVD erhältlich ist. Denn genau solche Filme sind es, die derzeit dem Kino fehlen – ob in Deutschland, den USA oder im Vereinigten Königreich.

Ein Trailer der nicht viel vom Film verrät gibt es natürlich hier: (ganz unten scrollen und auf das Playsymbol in gelb klicken)

http://www.digitalvd.de/dvds/65509,Cashback.html

Link einfach kopieren und in Browser einfügen. Sorry habe keinen deutschsprachigen Trailer zum direkt einbinden gefunden, ausser den hier…

Also macht euch mal einen schönen Abend mit dem Film. Ich hoffe ihr habt ne schöne Klanganlage am Fernseher angeschlossen 🙂

Wo ist die Seele

Veröffentlicht: November 16, 2008 in Gedanken, Leben, Liebe
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unter-wasserNeulich habe ich mich mit meiner Schwester über die Seele unterhalten. Wo sie ist und was sie ist. Das sie da ist fühlen wir. Jedoch können wir sie nicht orten. Nichtmal wenn sie krank ist können wir einen Zentralen punkt in unserem Körper orten und definieren wie sich der SChmerz anfühlt. Wo ist sie?

Würden wir bei einem schlimmen Unfall beide Arme verlieren, so haben wir noch unsere Seele. Würden uns die Beine abgenommen, so haben wir dennoch unsere Seele. Man könnte das Spiel bis auf die winzigste Zelle herunter reduzieren, die Seele bleibt. Gut – ohne Kopf lässt sich es schlecht Leben, aber ich denke nicht das die Seele im Kopf sitzt… Dennoch ist sie in uns. Seit Anfang an. Wir haben sie nicht geschluckt, nicht anerlernt, sie wurde uns gegeben.

Und was ist sie? Wenn sie sich nicht orten lässt, so kann sie nicht Materiell sein. Sie ist einfach. Und verlässt uns trotzdem nicht. Nicht eine Sekunde verlässt sie unseren Körper.

Bei der Unterhaltung mit meiner Schwester kamen wir zum Thema Gott. Ich stellte eine Gemeisamkeit fest. Gott ist für mich keine Person, kein sichtbares Wesen. Trotzdem nennen wir das Gott mit Namen. Irgendwie schräg. Nennen wir Gott wie wir wollen. Jehova, Gott, Alpha und Omega, Leben, Licht, Liebe, Buddah was weiss ich. Von mir aus auch nur „.“ Wie auch die Seele ist Gott nicht greifbar udn trotzdem nah. Gott hat keinen zentralen ortbaren Punkt und trotzdem kann man es fühlen. Irgendwie schon sehr ähnlich.

Für mich ist die Seele wie ein Atemzug Gottes. Der Funke, das Licht in mir, das Leben und die Liebe.

Das ist für mich die Seele.

Wie definiert ihr die Seele?

Auf der Suche

Veröffentlicht: Oktober 20, 2008 in Gedanken, Leben
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Jeder ist auf der Suche. Ob nun zum Glück, zu einem Ausweg, zur Liebe, zu einer Lösung, zum Sinn oder zum Schnäppchen.

Ich war auf der Suche nach meinem leiblichen Vater. Er wiederum war auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Als ob er es vorher wusste, hat er angefangen ein Tagebuch zu schreiben mit dem (nur 3seitigem Inhalt) was sein Sinn des Lebens sei. Das er manchmal traurig ist und das man manchmal nicht weiss wer man selber ist. Kurz danach hatte er einen Autounfall, lag fast 3 Jahre im Wachkoma und starb dann.

Sein Leben war bunt und aufregend. Gerade in den wilden 60ern war das Leben anders als es heute ist. Er war auf der Suche und kam dabei viel herum. In Indien, Asien, Jerusalem, Griechenland und so weiter begegnete er Menschen und deren Kultur. Seine Fotos aus diesen Ländern sind unbeschreiblich gut gemacht und sehr beeindruckend.

In Berlin war das „Haus des Buddhismus“ ein oft besuchtes Zentrum für ihn um Ruhe und Ausgleich zu finden. Sein orangenes Gewand habe ich nun „geerbt“. Riechen tut es aber eher nach altem Stoff.

Hier habe ich mal ein Bild von ihm von einer seiner Reisen.

Es war für mich sehr aufregend zu sehen und zu hören wo er überall war und was er erlebte. Ich habe mir schon vor Jahren gedacht das ich auch in diese Gegend möchte. Nach meinem Studium werde ich auf jeden Fall eine längere Reise in diese Länder machen. Ich denke die Natur dort, die Menschen und deren Kultur ist wirklich sehr Interessant und die Spiritualität ist sehr deutlich zu spüren. Ich denke das sich eine Reise dorthin bestimmt lohnen wird.

Für mich war es komisch nach dem Besuch einige Gegenstände von ihm von seiner Frau geschenkt zu bekommen. Es waren alles Gegenstände mit einem gewissen persönlichem Teil von ihm.

Das orangene Gewand mit den dazugehörigen orangenen Hemden, ein Windspiel, ein Super8 Schnittplatz und Projektor und einige Bücher von Ram Dass wobei er an einem persönlich beteiligt war (Sein Name wird im „Dank an“ Text erwähnt)… Für Interessierte: Es ist das Buch: „Sei jetzt hier“

http://www.amazon.de/Sei-jetzt-hier-Ram-Dass/dp/3922610005

Für mich war es komisch, denn diese Gegenstände lagen plötzlich bei mir im Wohnzimmer. Aber ich kenne keine Geschichte dazu. Die Dinge können mir nichts sagen. So gerne hätte ich etwas von ihm selber zu den Dingen erzählt bekommen. Das hat mich ein wenig traurig gemacht an diesem Tag.

Der Besuch an seinem Grab war für mich irgendwie ohne Gefühle. Ich sah auf das Grab, welches sich im Vergleich zu den meisten anderen mit schwarzen blankpolierten Grabplatten durch ein groben Naturstein mit einer Weinrebe eingearbeitet unterschied, aber ich fühlte nichts. Das Grab ist leer. Für mich ist dort nichts was mich verbindet. Stein, Erde, Blumen, wohl ein verotteter Sarg, aber nichts was mich berühren könnte. Ein Grab ist für mich nur etwas für die Hinterbliebenen. Aber die Nähe seiner Seele, die spühre ich woanders als auf diesem Friedhof…

Filmtip: Harold und Maude

Veröffentlicht: September 22, 2008 in Film, Gedanken, Leben
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Harold und Maude ist vordergründig ein Film über zwei Außenseiter der Gesellschaft. Auf der einen Seite der introvertierte und überaus morbide Harold und auf der anderen Seite das extrovertierte ‚Hippi-Oldie‘ Maude. Die beiden entwickeln sich im Laufe der Handlung des Filmklassikers zum vielleicht kuriosesten Liebespaar der Filmgeschichte. Die schwarze, sehr satirisch angehauchte Komödie wirkt insgesamt leicht abgehoben, möglicherweise weil Regisseur Hal Ashby das Geschehen und die Dialoge verhältnismäßig weit in den Hintergrund des Bildes setzte und obendrein durchgängig Weichzeichner benutzte. Die Geschichte von Harold und Maude zeigt sich allerdings völlig konträr zu seiner Aufmachung. Das originelle Ergebnis ist vergleichsweise ein auffällig, gesellschaftskritisches Hollywood-Werk, bei dem, neben den Staatsorganen, insbesondere die Kirche und das amerikanische Sexual-(Miß)Verständnis scharfsinnig attackiert wurden

Der Film steht für Freiheit, Lebensfreude und eine wandelbare Denkweise der Individuen innerhalb einer modernen Gesellschaft. Die Provokanz der unangepaßten Lebensweise überstrahlt diesen Film wie vielleicht keinen anderen, und ein wenig vermißt man eine solche Grundthematik gerade in den Filmen der heutigen Zeit, gleich ob in Hollywood oder in Deutschland.